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Die Schützengesellschaft 1951 Eysölden wird 75 Jahre
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Die Schützengesellschaft 1951 Eysölden feiert ihr 75jähriges Bestehen mit Festgottesdienst, Geselligkeit und Ehrungen
Ein Tag ganz im Zeichen des Jubiläums
Schützengesellschaft Eysölden feiert ihr 75jähriges Bestehen mit Festgottesdienst, Geselligkeit und Ehrungen
EYSÖLDEN (ley) – Als die Schützengesellschaft (SG) Eysölden 1951gegründet wurde, konnte die deutsche Fußballnationalmannschaft noch keinen einzigen Weltmeisterschaftstitel aufweisen. Derzeit kämpft sie um ihren fünften Stern, während die Schießsportler des Thalmässinger Ortsteils ihren Verein zu seinem 75jährigen Bestehen hoch leben lassen dürfen. Einen ganzen Tag lang wurde das Jubiläum ausgiebig gefeiert, wobei die Geselligkeit nicht zu kurz kam.
Denn diese ist ein großes Markenzeichens des Jubelvereins, wie es bereits beim Festgottesdienst zu Beginn des Festtages in der Thomaskirche deutlich wurde. Dort spannte Pfarrer Oliver Schmidt den ganz großen gedanklichen Bogen von der geselligen Jubiläumsfeier hin zur Einladung Gottes zur Teilnahme an seinem großen Himmelsfest. Dort wird einmal, so darf getrost unterstellt werden, wesentlich mehr Platz sein als in einem kleinen Gotteshaus auf Erden. Bei ihrem Einzug in jenem in Eysölden mussten die Träger der Vereinsfahnen diese schon deutlich in die Waagrechte bugsieren, um nicht an der Eingangstür anzustoßen. Neben den vielen befreundeten Vereinen fanden sich auch etliche Ehrengäste schon zum Gottesdienst in der im unteren Bereich vollbesetzten Kirche ein. Dort verwies der Geistliche auf das himmlische Fest, zu dem der Schöpfer selbst immer wieder neu einlade – trotz so mancher Ausreden, die sich so manche Erdenbewohner einfallen ließen. Um ihr eigenes Fest zu stemmen, hätten sich die Eysöldener mächtig ins Zeug gelegt, lobte Schmidt sinngemäß Planung und Organisation. So kämen jung und alt zusammen, „in einer Gemeinschaft, die zusammenhält“, würdigte er jene im Dorf im allgemeinen und die der Schützen im besonderen. Vor diesem Hintergrund wünschte er dem Jubilar Gottes Segen „für weitere 75 Jahre und noch mehr! Sagen wir Ja zum Fest und zum Feiern!“ In ihren Fürbitten richteten die jungen Damen der Schützenjugend die Bitte an den Schöpfer, dieser möge „den Geist der Verbundenheit und die Freude am Engagement für das Gemeinwohl erhalten“. Nach dem Gottesdienst donnerte bereits vom Schützenhaus ein Böllersalut hinunter zum Marktplatz, von wo der Festzug startete.

Festgottesdienst zu Beginn des Festtages in der Thomaskirche

Nach dem Gottesdienst schritt man im Festzug von der Thomaskirche hin zum Schützenhaus.

Einen Salut für den Jubelverein gab es unter anderem mit solch imposanten Böllerkanonen.
Nach dem Mittagessen im eigenen Domizil selbst rief Schützenmeister Dieter Dollinger zunächst zu einer kleinen Totenehrung auf – eingedenk jener Damen und Herren, die in den vergangenen siebeneinhalb Jahrzehnten „vieles für unseren Verein geleistet haben.“ Und dessen Bilanz lasse sich nach all der Zeit sehr gut sehen. So könne man nicht nur auf zahlreiche Erfolge, sondern auf unzählige gesellige Stunden verweisen. Der Umstieg auf elektronische Schießstände sei ein wichtiger Meilenstein gewesen. Auch als Ausrichter diverser Gauschießen habe sich der Jubelverein bewährt. Nicht zu vergessen der Bau des Vereinsheims selbst (für den 1984 der Grundstein gelegt wurde), welches es immer gut mit Leben zu füllen gelte. Entstanden sei hier ein „Ort der Begegnung und der gelebten Kameradschaft“, so Dollinger. Vor dem Einzug ins eigene Domizil hatte man den Schießsport im Gasthaus „Zum Bären“ ausgeübt.

Schützenmeister Dieter Dollinger freute sich über das Lob von Landrat Ben Schwarz für die SG Eysölden.
Man dürfe sowohl „stolz zurückblicken“, aber zugleich dank einer tollen Jugendarbeit mit regelmäßigem Schnupperschießen „zuversichtlich in die Zukunft schauen“, forderte Landrat Ben Schwarz auf. Die Zahl von anfänglich 19 Mitglieder habe sich seinerseits recht schnell erhöht. Heute zeugten die von Schützenscheiben übersäten Wände des Vereinsheims von etlichen „interessanten Wettkämpfen mit großen Ambitionen“. So der Landrat, bevor er dem Thalmässinger Ortsteil einen „eigenen, starken Charakter“ attestierte. Er begrüße es, den „Schießsport in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, so Schwarz. Auch seitens des Landratsamts werde man deswegen „Kontrollen mit Augenmaß“ durchführen. Die SG Eysölden habe sich in ihrer Vereinsgeschichte „zu einem echten Energiepol“ entwickelt, erklang darauf das Lob von Thalmässings Bürgermeister Johannes Mailinger. Das starke Miteinander zeige sich in vielen Bereichen des Vereinslebens: bei den wöchentlichen Schießabenden, der Bewirtschaftung des Schützenhauses oder bei den verschiedenen Arbeiten: „von der Holzaufbereitung bis zur Organisation von Veranstaltungen.“ Adventsschießen und Königsfeier, Kirchweih und Fasching inklusive dem „Begraben“ am Kehraus seien wichtige Eckdaten. Stellvertretend hob Mailinger zudem die Verdienste von Ehrernschützenmeister Roland Kreichauf hervor. Seinen Respekt vor dem Jubilar zollte auch Gauschützenmeister Dieter Emmerling, der auf die Erfolge vor allem in den Bereichen Luftpistole und Luftgewehr verwies. Dass sich der Verein im Jubiläumsjahr einer stolzen Mitgliederzahl von 163 erfreue, komme nicht von ungefähr. An die „gute alte Zeit“ erinnerte Martina Heindel, Schützenmeisterin der FSG Hilpoltstein als „Patenkind“ des Eysöldener Vereins. Diese Patenkindschaft bestehe schon sei 1963, als man in der Burgstadt die eigene Fahne einweihen konnte. In vielen der 63 gemeinsamen Jahre habe man am ersten Mai gerne nach einer Wanderung „eine Sau gegrillt.“ Eine Freund- und Patenschaft verbindet den Jubilar auch mit der SG Thalmässing, dessen Schützenmeister Jörg Rötter sich bei den Gastgebern für das „Asyl beim Luftgewehrschießen“ bedankte. Er blickte in die sehr weite Zukunft und wünschte der Jubel-SG alles Gutes für „weitere 750 Jahre!“

Beim Jubeltag galt es zahlreiche Ehrungen vorzunehmen
Bei den Ehrungen brach es dann aus dem zweiten Eysöldener Schützenmeister Sven Voigt heraus: „Ich kann gar nicht sagen wie schön es ist, so einen Verein zu haben!“ Die Ehrungen im Einzelnen: Das Protektor-Abzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) in Silber erhielten Dieter Dollinger (der zugleich wie Hermann Dollinger die Peter Lorenz Nadel in Bronze angesteckt bekam), Michaela Alexi, Karl-Heinz Ammesdörfer, Marco Bierlein, Armin Dinkelmeier, Uwe Grüner, Michael Klepke, Petra Klepke, Thomas Kühn, Georg Pommer, Margareta Schuster, Christian Struller, Maria Struller und Stephanie Voigt. Die BSSB-Verdienstnadel in Anerkennung gab es für Sven Voigt. Über die kleine Ehrennadel des BSSB darf sich indes Gerhard Klepke freuen. Die Ehrennadel des Mittelfränkischen Schützenbundes (MSB) in Gold wurde Irmgard Kreichauf, Willi Pommer, Manfred Schmidtmeier und Sonja Schmidtmeier zugedacht. Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaften gab es im Auftrag des BSSB für Ernst Auernhammer, Christian Beyerlein und Werner Stoll (sie sind je 50 Jahre dabei), Rudi Traumüller und Thomas Winkler (je 40) sowie Marco Bierlein und Reinhard Wenk (je 25). Nach den Ehrungen klang der Jubeltag bei Kaffee und Kuchen aus.
Bericht und Fotos: Jürgen Leikam.
Admin: JG




